Wiedereröffnung von Beethovens Wohnung in Heiligenstadt

Anlässlich der Eröffnung des Beethoven Museums am 20. November hob Geschäftsträger Eugene Young die wichtige Rolle amerikanischer Wohltäter als auch amerikanischen Knowhows bei der Eröffnung der Beethoven Wohnung in der Probusgasse 6 in Wien-Döbling durch das Wien Museum hervor. Mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch die „American Friends of the Vienna Museum“, einer Organisation mit Sitz in Chicago, sowie fachlicher Mithilfe durch die  University of Illinois in Urbana-Champaign ist das Beethoven Museum nun für Besucher zugänglich.

An jenem Abend kehrte Beethovens Musik an den Ort ihres Entstehens zurück: SchülerInnen des Lincoln Park Music Center in Chicago gaben Auszüge aus verschiedenen Kompositionen Beethovens zum Besten, darunter solche aus der Sinfonie Nr. 3 „Eroica“ sowie der Klaviersonate Nr. 17 „Der Sturm,“ die beide in Heiligenstadt komponiert wurden.

Rede von Geschäftsträger Eugene Young:

Guten Tag,

Ich möchte mich ganz herzlich beim Wien Museum sowie bei Matti Bunzl dafür bedanken, dass die US-Botschaft Wien Teil dieser Eröffnungszeremonie sein darf.

Auf den ersten Blick mag die Verbindung zwischen Beethoven und Amerika vielleicht nicht klar ersichtlich scheinen. Weder hat Beethoven selbst jemals die Vereinigten Staaten besucht, noch hat er eine amerikanische Sinfonie komponiert. Seine Musik jedoch überquerte den Atlantik, und Amerikanern gefielen seine Kompositonen ebenso wie den Europäern zuvor. Ich nehme an, dass uns Professor Kindermann später mehr über Beethoven und Amerika erzählen wird.

Die Verbindung zwischen diesem neuen Museum und den Vereinigten Staaten ist jedoch offensichtlich, wie wir von Matti Bunzl soeben gehört haben. Wir sind sehr stolz auf diese Verbindung, die Teil eines lebendigen kulturellen Austausches zwischen Österreich und den Vereinigten Staaten ist. Dieser fruchtbare Austausch findet auf verschiedenen Wegen statt: durch nichtstaatliche Organisationen und Einzelpersonen wie im Falle des Wien Museums, sowie durch staatliche Programme und Botschaften auf beiden Seiten. Beispielsweise unterstützt das US-Außenministerium das International Visitor Leadership Program für künftige Entscheidungsträger in verschiedenen Berufsfeldern. Gemeinsam mit Österreich leiten wir auch das Fulbright Programm, ein akademisches Austauschprogramm zwischen Österreich und den USA. Vor einigen Jahren starteten wir das Austria to Austin Programm, das sich an an junge österreichische UnternehmerInnen wendet. Ich freue mich, dass einige Alumnen dieses Programmes heute Abend hier anwesend sind. All diese Programme fördern die Zusammenarbeit und den kulturellen Austausch zwischen Österreich und den USA.

Wir setzen uns dafür ein, weil wir, genau wie unsere österreichischen Freunde, großen Wert auf kulturellen Austausch legen, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. Die vorliegende Zusammenarbeit verdanken wir vor allem Matti Bunzl, seinen guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und seinen zahlreichen Bemühungen unsere beiden Länder zum beidseitigen Vorteil zu verbinden.  Vielen Dank, Matti, für alles was du zur Festigung und zum Wachstum dieser Beziehungen beiträgst. Und herzliche Gratulation an das Beethoven Museum, das bestimmt ein neuer Geheimtipp für MusikliebhaberInnen werden wird, wovon es hier in Wien bekanntlich nicht wenige gibt.  Ich bin schon sehr neugierig auf die  Ausstellung.

Danke für Ihre Aufmerskamheit und noch einen schönen Abend.