“Dianne Welsh über die Zukunft der Hochschulbildung”

Professor Dianne H.B. Welsh, Hayes Distinguished Professor of Entrepreneurship and Founding Director of the Entrepreneurship Program at The University of North Carolina Greensboro und bis 30. Juni Fulbright-Hall Distinguished Chair for Entrepreneurship in Central Europe an der WU Wien, sprach über neue Herausforderungen für den tertiären Bildungssektor im 21. Jahrhundert.

Die Veranstaltung wurde von der US Botschaft in Zusammenarbeit mit der österreichischen Fulbright Kommission und der Österreichischen Universitätenkonferenz durchgeführt. Prof. Welsh legte 19 Thesen vor, die, ihrer Auffassung nach, den universitären Bildungssektor in den kommenden Jahrzehnten massgeblich beeinflussen und verändern werden. Diese sind u.a.: zunehmende Popularität von Online-Lernplattformen (MOOC); Beiträge der öffentlicher Hand für den tertiären Bildungssektor werden zunehmend in Frage gestellt; größere Transparenz der Ausgaben für den Bildungssektor wird gefordert; rechnet sich ein Universitätsabschluss in Relation zu einer Matura tatsächlich noch? Zunehmendes Interesse an Bildungsmöglichkeiten ausserhalb der Universitäten; Bildung ohne formalen Abschluss sowie praktische Erfahrung gewinnt an Bedeutung.

In der anschließenden Diskussion, die von Prof. Gerald Steiner, Donau-Universität Krems, moderiert wurde, brachten TeilnehmerInnen des Workshops die Herausforderungen, denen ihre eigenen Institutionen gegenüberstehen, zur Sprache. Die abschließenden Q&A bestätigte die Richtigkeit von Prof. Welshs Thesen für die kommenden Jahrzehnte.